Berlin

Wirtschaftsmediation in Berlin

Berlin bietet trotz hoher Arbeitslosigkeit ein hervorragendes Umfeld für die Tätigkeit von Wirtschaftsmediatoren. Hauptstadtbonus, Dienstleistungsmetropole und vor allem die Ansiedlung großer Firmen bieten zahlreiche Ansätze der Kundengewinnung. Wissenschaft und Kongresse ergänzen dies um die Möglichkeit interessanter Kontakte und Veranstaltungen. Der Kernraum (Agglomeration) der Metropolregion Berlin/Brandenburg mit Potsdam hat rund 4,35 Millionen Einwohner.

Berlin Reichstag

Berlin – Bundeshauptstadt und Metropole der Arbeitslosigkeit

Berlin hatte 2007 bei knapp 3,5 Millionen Einwohnern nur 1,04 Millionen sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer und damit nur knapp 300 entsprechende Arbeitsplätze pro 1.000 gemeldete Bewohner. Da die Berlin-Statistik 2010 des Amtes Statistik Berlin-Brandenburg den Wasserkopf der öffentlich, nicht sozialversicherungspflichtig Beschäftigten nicht herausrechnete, ergab sich ein geschöntes Bild, das 1.43 Millionen “Arbeitnehmer” für 2009 in Berlin auswies. Die Arbeitslosenquote lag 2010 in Deutschland laut der BfA durchschnittlich bei 7,7 Prozent, in Berlin, der “Hauptstadt der Armut” (Bertelsmann Stiftung 2010), aber bei 13,5 Prozent. Knapp 20 Prozent der Bevölkerung waren auf Transferleistungen des Sozialnetzes angewiesen. Böse Zungen sprechen bezüglich der Hauptstadt auch von einem „Hartz-IV-Biotop“. Beim sogenannten Städteranking hält Berlin trotz aller Wirtschafts-Initiativen durchwegs die „Rote Laterne“.

Die Dienstleistungshauptstadt

Berlin ist, nicht zuletzt im Sog der Haupstadtentwicklung, zu einer Dienstleistungsmetropole geworden. Nach der Berlin-Statistik 2010 waren 40 Prozent aller Erwerbstätigen im Bereich öffentliche und private Dienstleister und 23 Prozent im Bereich Allgemeine Dienstleistungen (Banken, Versicherungen etc.) beschäftigt. Die Funktion einer Tourismusmetropole machte sich im Sektor Handel, Gastgewerbe und Verkehr mit ebenfalls 23 Prozent bemerkbar. Das für einen Industriestandort, der Berlin als “Elektropolis”einst war, wichtige verarbeitende Gewerbe beschäftigte dagegen nur 8,5 Prozent der Erwerbstätigen und das Baugewerbe kam auf ganze 4,4 Prozent. Die Wirtschaftsleistung reichte daher weiterhin nicht aus, den Haushalt Berlins zu decken. Die Pro-Kopf-Verschuldung beträgt in Berlin derzeit über 18.000 Euro (Februar 2011).

Einzelhandel für die Masse

Berlin hat zwar durch seine Einwohnerzahl die größte Bruttokaufkraft in Deutschland, kommt aber an die Kaufkraft pro Einwohner von München und Hamburg nicht heran. In Berlin betrug laut der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in 2009 die Summe für den Privatkonsum rund 58 Milliarden Euro, im Schnitt pro Einwohner 16.880 Euro, und lag damit unter dem Bundesdurchschnitt von 18.904 Euro. Von Highlights, wie dem KaDeWe, der Friedrichstraße, dem Kurfürstendamm oder der Tauentzienstraße, abgesehen, ist der Einzelhandel überwiegend vom Konsum der unteren Mittelschicht geprägt. Der setzt seine Duftmarken in den neuen Stadtteil-Arcaden.

Berlin Fernsehturm

Topp Arbeitgeber

Zu den wichtigsten überregional tätigen Firmen in Berlin, gemessen an der Zahl der Beschäftigten, gehören die Deutsche Bahn AG, die Niederlassung der Siemens AG (Doppelsitz mit München), das Handelsunternehmen Kaiser’s Tengelmann, die Deutsche Telekom AG, die Deutsche Post World Net, die Zweistelle der Daimler AG, die Immobilienmanagement-Firma Gegenbauer Holding, die Metro AG, der Multidienstleister Dussmann, die Vattenfall Europe AG, die Edeka-Gruppe, die Bayer Schering Pharma AG, der Dienstleistungskonzern WISAG Service Holding GmbH & Co. KG. und die deutsche Tochter der Schweizer Securitas Gruppe. Große kommunale und staatliche Eigenfirmen wurden hier nicht berücksichtigt.
Weitere beachtenswerte Berliner Firmen oder in Berlin niedergelassene Unternehmen sind die Axel Springer AG, Bombardier Transportation, die C. Bechstein Pianoforte-Fabrik, Coca-Cola Deutschland, Gazprom Germania, die Helios Kliniken, der Bürowarenfabrikant Herlitz AG, die traditionsreiche Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin, das Pharma-Unternehmen Pfizer Deutschland, Sony Deutschland GmbH & Sony Europe GmbH und das Medienunternehmen Viacom Germany (MTV, VIVA, Nickelodeon, Comedy Central).

Wissenschaft

Berlin ist eine Stadt der Wissenschaften mit Tradition, wie auch aus dem Namen der Humboldt-Universität abzulesen ist (gegr. 1089). Mit 31 Hochschulen und Universitäten, an denen rund 100.000 Studenten eingeschrieben sind, ist Berlin einer der größten Universitätsstädte Europas. Die “Charité – Universitätsmedizin Berlin” ist die größte medizinische Fakultät in ganz Europa. Die Vernetzung von Forschung und Industrie gilt als vorbildlich. Zahlreiche Forschungsinstitute nicht zuletzt der Fraunhofer-Gesellschaft, der Helmholtz-Gemeinschaft, der Leibniz-Gemeinschaft und der Max-Planck-Gesellschaft unterstreichen den Rang Berlins als Wissenschaftsstandort.

Berlin Bürogebäude

Kongresse und Messen in der Tourismus-Metropole

Berlin gehört zu den größten internationalen Kongress-Veranstaltern, getragen vom ICC (Internationales Congress Centrum) und der Messe Berlin (Internationale Grüne Woche Berlin, Internationale Funkausstellung, Internationale Tourismus-Börse). Diese Events fördern erheblich den ohnehin starken Städtetourismus. Seit der Eröffnung 1979 gab es im ICC 18.472 Veranstaltungen (90 % Kongresse) mit 11,5 Millionen Besuchern (Januar 2010). 2009 vermerkt der Geschäftsbericht für das ICC 511 Veranstaltungen mit rund 220.000 Teilnehmern. Für das Jahr 2009 weist die Berlin-Statistik 18,87 Millionen Übernachtungen aus, Tendenz steigend. Berlin liegt damit hinter London, Paris und Rom an vierter Stelle beim euopäischen Städte-Tourismus.

Fotonachweis: Martin Boulanger, Lyon (Reichstag); Paul Szustka, Maastricht (Fernsehturm); Christa Richert, Berlin (Bürogebäude)

Berlin Reichstag
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Internationaler Mediationskongress in Berlin im Juni 2012

Am 14. und 15. Juni 2012 tagt der Kongress „Mediation Without Limits!? – 2nd European Conference on Cross-Border Mediation“ in Berlin. Der Kongress findet unter internationaler Beteiligung statt und zielt darauf ab, Wirtschaftsmediatoren und Unternehmen das persönliche Kennenlernen zu ermöglichen. Networking wie beispielsweise der Kontakt zur Deutschen Zentrale für Wirtschaftsmediation (DZWM) ist dabei ein wichtiger [...]